Unterwegs 5

Vier Tage lang, vom 24. bis 27. Oktober 2013 fand in den Bergen von Dharamshala das 2.Internationale Filmfesival statt. Ueber dreißig Fiktion-, Dokumentar-, Kurz -und Experimentalfilme, ausgewählt aus den besten zeitgenössischen Filmen.

Am Festival nahmen Filmemacher, Produzenten, Filmkritiker, Filmfestival Direktoren, und natürlich Legionen von Filmliebhabern teil, sie alle kamen zusammen, um die internationale alternative Filmszene in der herrlichen Bergwelt von Dharamshala feiern.
Mehrere Premieren indischer Filme standen auf dem Programm. Dieses Jahr lag der Schwerpunkt besonders auf Filmen mit starken sozialen Engagement, die sich mit Fragen von städtischer Entfremdung bis hin zu Frauenrechten und illegalen Migranten beschaeftigten. Eine ganze Reihe von Filmen erzaehlen die Geschichtem sehr junger Protagonisten, waehrend andere reine Dokumentarfilme sind.

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Ein ungewöhnliches Seitenprogramm präsentierte eine Reihe von Filmen von führenden internationalen Künstlern in Zusammenarbeit mit der Wiener Thyssen-Bornemisza Art Contemporary Foundation, die selten außerhalb des Galerieraumes gesehen werden. Zusaetzlich werden eine Reihe von aktuellen Kurzfilmen aus Indien von dem bekannten Filmemacher Marathi Umesh Kulkarni auf dem Festival präsentiert.

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Gulabi Gang von der Filmerin Nishtha Jain ist ein Dokumentarfilm ueber die Frauen in rosa Saris aus dem zentralen Indien, die ihre Befreiung selbst in die Hand nehmen. Inzwischen hat diese Bewegung 400 000 Mitglieder. Sampat Pal, die „Anfuehrerin“ ist unglaublich – witzig, mutig und klug. Unbedingt anschauen!!

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Jai Bhim Comrade, eine Dokumentarfilm ueber die unterste Kaste, die „Unberuehrbaren“von Anand Patwardhan war beeindruckend – totraurig und wunderschoen.

Seit Tausenden von Jahren wurden Dalits in Indien als „Unberührbare“ verabscheut und Bildung wurde ihnen verweigert bis 1923 Bhimrao Ambedkar das Tabu brach. Er kehrte aus dem Ausland nach Indien zurück, um für die Befreiung seines Volkes zu kämpfen und er entwarf die indische Verfassung. Durch Poesie und Gesang wurde er bei den illiteraeren Dalits bekannt, die in ihren Liedern fuer ihre Freiheit und gegen ihre Unterdrueckung kaempfen. Sie benutzen ihre Musik und Gedichte als Waffen.

In 1997 wurde eine Statue von Dr. Ambedkar in einem Dalit-Kolonie in Mumbai mit einer Girlande von Schuhen geschändet. Als sich die wütenden Anwohnern versammeln, öffnete die Polizei das Feuer und es werden zehn von ihnen getötet. Vilas Ghogre, ein linker Dichter, erhängte sich daraufhin aus Protest.

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